

In Rodenbusch, ein ehemaliges Freigut der Herrschaft Wildenburg, befand sich
in alter Zeit ein Bergwerk. Dieses Bergwerk war im Besitz von Marsilius von
Palant zu Wachendorf und Hartard von Palant zu Wiebelskirchen.
Die Bergleute erhielten von beiden Besitzer ihren Lohn. Aus einer Lohnliste, die sich im Archiv von Schloß Eicks (Archiv Schloß Eicks Akten 440) befindet, geht hervor, welchen Lohnanteil Marsilius von Palant in den Jahren 1604 - 1608 an die Bergleute zahlen mußte.
Teis uft Dickerscheid
erhält 1608 einen Vorschuß von 1 Malter, 9 Sümmer Korn und
6 Malter, 3 Viertel Hafer.
Aus den Akten geht außerdem hervor, das für Ballast, darunter waren zur damaligen Zeit Arbeitsschutzkleidung gemeint, 7 Gulden und für Kerzen 4 Gulden ausgegeben wurde. Das Benutzen von Kerzen als Leuchtmittel deutet darauf hin, dass man im Stollenbetrieb arbeitet.
1607 betrugen die Ausgaben für Ballast, 4 Kalbsfelle zur Herstellung von Kogeln und Schoßfellen 19 Mark. 1/4 Liter Wein für 8 Albus wurde beim Verdingen der Bergleute getrunken.
Im 18. Jahrhundert befand sich Rodenbusch in der Hand der
Eifeler Reidtmeisterfamilien Schoeller, Virmond, Bastian und Peuchen
