- Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, Bergamt Düren
Nr. 7
- Urkundenabschrift aus der Chronik des Pfarrers Busch im Pfarrarchiv Rescheid
- Hauptstaatsarchiv Düsseldorf , Regierung Aachen Nr. 8018
- K.-H. Ribbert, Erläuterungen zu Blatt 5505 Blankenheim, Krefeld 1983
- Grundakten des Amtsgerichts Blankenheim Band I, Blatt 47
- Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, Bergamt Düren Nr. 437
- Slotta R. , Technische Denkmäler in der Bundesrepublik Deutschland,
Metallerzbergbau, Bochum 1983
- Jahrbuch Kreis Euskirchen 1987
Die Grube Silberberg liegt 3 km südlöstlich der Ortschaft Krekel. In alter Zeit wurde das Bergwerk »Auf der Wisselbach« genannt - ganz in der Nähe entspringt der Wisselbach. Das Bergwerkseigentum war im Besitz der Herrschaft Wildenburg. Das Bergwerkseigentum hatte der Landdorst von Jülich dem Herrn zu Wildenburg Johann von Palant im Jahre 1514, gegen Bezahlung des Zehnten, verliehen.
Im Jahre 1526, beurkundet das Berggericht zu Wildenburg, unter dem Bergmeister Tyelman und den Berggeschworenen John zo Velser, Lenart zo Dyeffenbaych, Daem up Zygscheyt, Wyllems Peter zo Wolffer, Bernt Muyss und Daem Kremer zu Walen einen Kaufvertrag. Junker Dyederich von Ayr zo Antwyler kauft den zwölften Teil am Bergwerk »up der Vysselbaych«. Er erwirbt je ein Drittel von Rychart von Dommersbaych, Muess Claess Dryess und Dryess Broder Jonen.
Am 22. November 1848
veröffentlicht das Königliche Preußische
Bergamt Düren im Auftrag des Königlichen Oberbergamtes für
die Niederrheinischen Provinzen im öffentlichen Anzeiger des Aachener
Regierungsamtsblattes:
»
Der Königliche Landgerichtsrath Georg Hecker zu Trier, hat mittelst
Gesuch vom 31 October 1848 die Concession zur Gewinnung von Bleierz. ..nachgesucht.
Nach dem vorgelegten dreifachen Riß hat das nachgesuchte Feld, welches
der Bewerber Silberberg nennen will, einen Flächeninhalt von 1,599,226
Quadratlachter, oder 700 Hektaren 13 Aren
Im Jahre 1849 erteilet das Königliche Handelsministerium von Berlin die Konzession zum Abbau von Bleierz an den Walzwerkbesitzer Ludolph Adolph Hoesch zu Düren und Landgerichtsrath Georg Hecker.
1849 wurde mit dem Betrieb auf Silberberg begonnen. Eigentümer des Bergwerkbesitzes war die Gewerkschaft Silberberg.
In den Produktionsdaten des Eifelreviers aus dem Jahre 1867 wird die Grube Silberberg, ohne Produktionsdaten, aufgeführt. Die Grube beschäftigte 10 Arbeiter. Die Wasserhalter geschah mittels Pferdegöpel.
1858 heißt es: „Der Bleierzbau ist nicht mit der Regsamkeit betrieben worden, deren er fähig gewesen wäre. Die Werke Wohlfahrt, Silberberg und Therese sind nicht umgegangen“.
1859 - 1860 ruht der Grubenbetrieb.
1901 pachtete Aktiengesellschaft für Bergbau, Blei- und Zinkfabrikation zu Stolberg und in Westfalen die Grube Silberberg. 1. November 1901 wurde mit Versuchsarbeiten begonnen.
1902 wurde ein Schacht (Maschinenschacht) in den Berg getrieben, der im selben Jahr eine Teufe von 49 m erreicht. 70 m wurde ein zweiter Schacht angesetzt.
1903 erreichte der Maschinenschacht eine Teufe von 97 m. Ein Querschlag auf der 70m-Sohle erreichte eine Länge von 92 m. Hier war kein Erzmittel vorhanden. Bei Versuchsarbeiten 40 m vom Schacht fand man im Hangenden den erzführenden Gang. Wegen der stark hereinbrechenden Wasser mussten die weiteren Untersuchungsarbeiten unterbrochen werden.
1904 wurde der Maschinenschacht bis zu einer Teufe von 103 m abgeteuft. Bei 100 m wurde die 2. Tiefbausohle angesetzt. Ein nach norden getriebener Querschlag erreicht nach 21 m den erzführenden Gang. Er war auf 88 m erzführend, jedoch nur zum Teil abbauwürdig.
1905 wurde auf der 52m-Sohe, der 70m-Sohle und der 100m-Sohle der Gang taub angetroffen. Der Maschinenschacht wurde deshalb um weitere 30 m abgeteuft. Bei 130 m Teufe wurde die 3. Tiefbausohle eingerichtet. 6 m vom Schacht wurde soviel Wasser angetroffen, dass eine neue Wasserhaltung eingebaut werden musste. an. Es wurden nur einzelne kleinere Erzmittel abgebaut. Weiter Untersuchungsarbeiten führten zu keinem Erfolg.
Im Jahre 1909 wurde der Bergbaubetrieb auf der Grube Silberberg eingestellt. Am 11. Mai 1911 wurde der Bergwerksbesitz verkauft.
Heute findet man im Wald nur noch Teile der alten Abraumhalde. Der Name des Parkplatzes "Silberberg" an der Kreisstraße 76 erinnert heute noch an den ehemaligen Bergbau.
Bei den Erzvorkommen der Grube Silbersand handelt es sich um eine gangförmige, hydrothermale Vererzung.
Bei einer hydrothermale
Vererzung kristallisieren mineralische Ausscheidungen, aus heißen wässrigen Lösungen in einem Temperaturbereich
von ca. 500 bis 50°C bei maximalen Drücken von ca. 2 kbar. Erfolgt
die Mineralbildung aus diesen Lösungen innerhalb der Erdkruste, so entsteht
eine hydrothermale Ganglagerstätten.
