Die Bleierzbergbau bei Blumenthal
Literatur:
- P. Neu, Geschichte und Struktur der Eifelterritorien des Hauses Manderscheid, Bonn 1972
- Jahrbuch Kreis Euskirchen 1982
Blick vom Blumenthaler Kirchberg auf das ehemalige Bergbaugebiet. Ansichtskarte um 1910. (Foto Archiv GeoMontanus)

Die erste urkundliche Erwähnung des Bleierzbergbaus in Blumentahl stammt um das Jahr 1520. Es wird erwähnt, dass der Graf von Manderscheid Gewerken (Anteilseigner) ein Bleibergwerk in Blumenthal betreibt.

1547 lässt der Graf von Manderscheid Proben aus seinem Bleierzbergwerk Blumenthal in Köln untersuchen.

1548, am Sonntag nach dem Fest des Apostels Matthäus, stellt er einen Leiter, den „bleyman“ ein.

1550 waren auf dem Bleibergwerk beschäftigt:
- Johann und Maeß von Alff,
- Daem, Caspar und Hermann von Reifferscheydt,
- Jacob von Geyscheid,
- Johann von Hoiningen.

Am 25. Dezember 1854 wurde die Konzession zur Gewinnung von Blei- und Kupfererzen an den Bergwerksbesitzer und Kommerzialrat Theodor Stein (Schwiegersohn von Peter Jakob Poensgen) aus Kirchen an der Sieg gegeben.
Es wurde ein mehrere hundert Meter langer von der Reifferscheider Straße bis zum Mühlensiefen bei Müllershammer in den Berg getrieben, um an die alten Abbausohlen zu gelangen. Hier hoffte man noch anstehende Erzmittel anzutreffen.

In Betrieb war die Grube, allerdings mit Unterbrechungen, mehr als 20 Jahre. Zeitweise arbeitet bis zu 19 Arbeiter in der Grube. Im Jahre 1874 betrug der ertrag 189 Zentner und 89 Pfund Bleiglanz.

Im Jahre 1877 wurde der betrieb wegen Ertraglosigkeit eingestellt.

Im Jahre 1899 wurde bei Schürfarbeiten in geringer tiefe auf einen erzführenden Gang. Bergbauliche Arbeiten haben aber nicht mehr stattgefunden.

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