
Das Reitwerk zu Blumenthal

Die erste urkundliche Erwähnung der Eisenverhüttung in Blumenthal war am 1. Juli 1438. In der Bericht des Scheidener Wehrmeisters Syvert von Berchhusen in dem er "die hutten zo Blomendail" erwähnt.
Die Blüte der Eisenindustrie
lag in den Jahren 1460 bis 1580.
Das Reitwerk zu in
Blumenthal war, wie fast alle Reitwerke der Eifel in eine Menge kleinerer Anteile
zersplittert. Als erster bekannter Hüttenmeister
zu Blumenthal wird in den Jahren 1622 bis 1624 Hans Reinhard Schoeller genannt.
Weitere Besitzer dieses Reitwerkes waren:
1689 Laurenz Rieth
1690 Arnold Wolgart, Paulus Wein und Peter Hoffschmit
1692 Wittwe Arnold Wolgart, Tilmann Heinrichs und Peter Müller
1693 Paulus Wein, Peter Müller, Wittwe Arnold Wolgart, Heinrich Classen,
Tilmann Heinrichs und Emmerich Kramp
1719 Johann Wilhelm Barth, Johann Barth und Heibrich Bastert
1741 J. R. Deutgen und Agnes Heinrichs
1744 der Schöffe Nicolaus Schmitz.
Weitere Besitzer des
Reitwerks waren:
- 1760 bis 1809 Dr. med. Johann Heinrich Virmond, Schwiegersohn von Dr. Johann
Peter Wokgart,
- 1780 Georg Krewinkel zu Blumenthal
- 1809 bis 1819 Friedrich Theobald Virmond
- 1819 bis 1844 Lucia Catharina Wilhelmine Virmond, geborene Peuchen, Ehefrau
von Friedrich Theobald Virmod
- 1832 bis1866 Peter Jacob Bastian und sein Schwiegersohn Peter Jacob Poensgen
zu Hellenthal
- 1844 bis 1863 Gustav und Friedrich Virmond
1863 erwarb Peter Jacob Poensgen das komplette Reitwerk. Er war somit alleiniger Besitzer.
1868 brach Hermann Poensgen, Sihn von Peter Jacob Poensgen, das Hammerwerk in Blumenthal ab.
Den Hochofen rüstete er mit einem Zylindergebläse zum Erhitzen der Gichtflamme aus. Durch dieses neue Verfahren lieferte der Hochofen alle 24 Stunden 2.500 kg Eisen.
1875 wurde der Hochofen in Blumenthal stillgelegt. Die Kinder von Hermann Poensgen ließen im Jahre 1891 den Hochofen abreißen. Die Steine wurde in Fundament der 1892 erbauten katholische Kirche verwendet.
