
Das Reitwerke zu Wiesgen

Die Gründung des Reitwerks Wiesgen war um 1460.
Schechte Zeiten fühten im Jahre 1585 zum Verfall des Reitwerks.
In der Folgezeit sollen einige Bauern aus der näheren Umgebung an diese Stelle eine Bleischmelze errichtet haben.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kaufte der Herzog von
Arenberg den Platz und legte auf ihm den größten Hochofenbetrieb
der Eifel an. Er errichtete zwei Hochofenanlagen mit den dazugehörigen
sehr ausgedehnten Erz- und Kohlelager. Die Anlage besaß kein Frischfeuer
und kein Hammerwerk. Es wurde nur mit vorgewärmter Luft Gußeisen
erblasen. Der Hüttenverwalter hieß Klingelhöfer.
1873 pachtete das Werk Karl Poensgen, Sohn von
Peter Jacob Poensgen, aus Blumenthal. Er betrieb es bis zu seinem Tode 1876
mit großem Erfolg.
Danach stand die Anlage still.