Durch die Kaledonische Gebirgsbildung ist auf dem neuen Großkontinent EURAMERIKA das ausgedehnte "Old-Red-Festland" entstanden. Weitläufige Schelfmeere bedecken die Westseite des Großkontinents (Nordamerika) und die Ostseite (Rußland). Die Südseite dagegen säumt der schmale Varistische Meerestrog (Mitteleuropa). Südlich davon nähert sich GONDWANA mit Ur-Südeuropa, das bereits im Mittel-Devon tropische Breiten erreicht. Bei weiterer Annäherung wird die Mitteldeutsche Schwelle aufgewölbt und damit die Varistische Gebirgsbildung angekündigt. Weltweit tritt früh im Ober-Devon ein Massensterben der Lebewelt auf.

Der Abtragungsschutt des Kaledonischen Gebirges füllt sowohl die Binnensenken des Old-Red-Festlandes (England, Schottland), als auch den Varistischen Meerestrog (Ardennen, Rheinisches Schiefergebirge). Als im Mittel-Devon die Old-Red-Gebirgshöhen eingeebnet sind, und die Schüttung in den Varistischen Trog nachläßt, überwiegen dort fortan Korallen-Riffe (Eifel, Sauerland). Im späten Devon versinken die Riffe, während gleichzeitig wieder festländischer Erosionsschutt in den Trog gelangt. Er stammt von der südlich angrenzenden Mitteldeutschen Schwelle, die nach ihrem Verlanden zum Abtragungsgebiet geworden ist. Südlich davon, bis hin nach GONDWANA, schließt sich der PALÄOTETHYS-Ozean mit seinen Randmeeren an (Frankenwald, Thüringer Wald, Böhmen, Karnische Alpen, Spanien).

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