Von der
TETHYS aus werden nach Norden hin weite Teile von Europa und Asien überflutet.
Der nördliche Atlantik öffnet sich. Dadurch wird Nordamerika nach
und nach von Eurasien getrennt. Während sich das Meeresbecken der späteren
Rocky Mountains im Osten vertieft, wird es im Westen gegen Ende des Juras
zur Sierra Nevada aufgefaltet. Der Pazifik zeichnet sich bereits in seiner
heutigen Umgrenzung ab.
Das globale Klima ist so warm, daß die Polgebiete eisfrei sind.
Die nach Westen vordringende TETHYS erreicht das Gallo-Anglische Becken und überflutet dabei auch Deutschland. Es werden zunächst schwarze Tonschiefer abgelagert (Schwarzer Jura oder Lias). Dann folgen gelbbraune und braunrote Tone und Kalke (Brauner Jura oder Dogger). In Lothringen entstehen dabei Eisenerz-Lagerstätten (Minette). Den Abschluß bilden in Norddeutschland Mergel und Kalke, in Süddeutschland vorwiegend Schwamm- und Korallenriffe (Weißer Jura oder Malm). Am Ende des Juras werden das Weserbergland und der Harz herausgehoben. Im Untergrund Norddeutschlands entstehen Salzstöcke. Schließlich zieht sich das Meer weiträumig aus Deutschland zurück.

