Die TETHYS wird zwischen Europa und Nordafrika eingeengt. Dann kollidieren Italien und der Balkan mit Europa, wobei die Alpen und die Dinariden erstmalig gefaltet werden. GONDWANA zerbricht in kleinere Kontinente: im Süden löst sich das antarktische Festland, im Südosten Australien; Indien driftet nach Norden und Südamerika nach Westen. Damit ist die Neue Welt jenseits des Atlantiks entstanden. Die Anden und die Rocky Mountains werden am Ende der Kreide zu Gebirgsketten.
Das Klima ist nicht warm genug, um Riffwachstum zu begünstigen, aber es ist allgemein wärmer als heute. In der Übergangszeit zum Tertiär wird es wesentlich kühler.

Das Gebiet nördlich unserer Mittelgebirge ist in der Unter-Kreide zunächst Festland. Das belegen Skelette und Fährten von Sauriern [z. B. Iguanodon im 1. Lichthof des Senckenbergmuseums]. Danach gewinnt das Meer wieder die Oberhand, und es erfolgt eine Besiedlung durch Meerestiere, besonders Schwämme. Von Südosten her überflutet das Meer einen Teil Böhmens und bildet die Sedimente des Elbsandsteins. Im Nordwesten dehnt sich das Gallo-Anglische Becken weit über die gesamte Nordsee und nach Norddeutschland aus. Darin wird die Schreibkreide abgelagert. Sie ist aus zu Boden rieselnden Kalkgehäusen planktonischer Einzeller aufgebaut und enthält lagenweise Feuersteine. Gegen Ende der Kreide zieht sich das Meer aus Deutschland zurück.

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