Der nördliche Teil des heutigen Mitteleuropas spaltet sich als Mini-Kontinent vom großen Südkontinent GONDWANA ab und schließt sich im Spät-Ordovizium mit BALTICA zu Ur-Nordeuropa zusammen. Nordafrika als Teil von GONDWANA liegt am Südpol. Das Abschmelzen der Eiskappen infolge allgemein warmen Klimas bewirkt einen globalen Anstieg des Meeresspiegels. Das führt zu weiträumigen Meeresüberflutungen. In LAURENTIA und SIBIRICA überwiegt tropisches Klima. Dort breiten sich die ersten Korallen-Riffrasen aus. In den Lagunen wird Meerwasser eingedampft, so daß sich Dolomit-Gips-Salz-Folgen (Evaporite) abscheiden. Im Osten von Nordamerika enthalten im jüngeren Ordovizium entstandene, mächtige Deltasandsteine Hinweise auf erste echte Landorganismen (fossile Böden und Pflanzenreste).
Auf diese warme Periode folgen gegen Ende des Ordoviziums vier Eiszeiten.

Im Kaledonischen Meer (IAPETUS) wurden bis zu 10.000 Meter mächtige Sedimente und Vulkanite abgelagert (Schottland, Norwegen), östlich davon, im Skandinavisch-baltischen Flachmeer, in der gleichen Zeit nur etwa 100 Meter mächtige Kalke (Öland, Estland). Mitteleuropa wird teils vom flachen, teils vom tiefen Wasser des TORNQUIST-Meeres und des PALÄOTETHYS-Ozeans umschlossen. Ur-Südeuropa gehört noch zu GONDWANA und liegt dicht am Südpol.

Home
Geologie
Mineralogie
Montangeschichte
Impressum
Interessante Links
ORDOVIZIUM