Zur Zeit
des Perms vereinigen sich zum ersten und einzigen Mal alle Kontinente der
Erde zu einem einzigen, riesigen Kontinent genannt PANGÄA. Obwohl das
Klima im Perm allgemein kühler ist als heute, liegt Mitteleuropa in dieser
Zeit fast am Äquator. Im Gegensatz dazu werden weite Teile der Südhalbkugel
von riesigen Eismassen bedeckt (Afrika, Indien, Südamerika, Australien).
Eine Erwärmung führt im Ober-Perm teilweise zur Abschmelzung der
Gletscher und läßt den Meeresspiegel ansteigen. Durch trockeneres
Klima entstehen in Nordamerika und Mitteleuropa Wüsten.
Der Beginn des Perms in Mitteleuropa ist durch das Ende der Kohlebildungen
und das Auftreten roter Sedimentfarben gekennzeichnet (Rotliegendes). Der
rote Abtragungs-Schutt des Varistischen Gebirges wird in langgestreckten grabenartigen
Senken abgelagert. Die zahlreich ausbrechenden Vulkane zeugen vom Ende der
Varistischen Gebirgsbildung. Durch helle Sedimentfarben ist das Ober-Perm
gekennzeichnet (Zechstein). In einem Binnenmeer werden Dolomite und Kalke
abgelagert. Seine Verbindung zum offenen arktischen Weltmeer wird mehrfach
unterbrochen. Dadurch werden in heißem Wüstenklima durch Verdunstung
bis zu 1000 Meter mächtige Salzablagerungen ausgefällt.

