

Diese Vorgänge waren insbesondere während der Eiszeit aktiv, weil keine Baumwurzeln die Bodenbewegung aufhielten und oberflächliches Auftauen des Bodens zu Bodenfließen führte. So rutschten teils riesige Blöcke in das Tal und bildeten die Ursache der Irreler Wasserfälle. Bergsturzartige Gesteinsmassen dämmten am Grunde der Schlucht einen sogenannten Kaltluftsee ab. Dadurch kann es im Sommer zu Temperaturunterschieden von bis zu 20° C kommen.
Die Schlucht konnte wegen des am Ausgang erhöhten Schluchtbodens nicht von einem Fluß geschaffen sein. Die Volksmeinung sah deshalb die Entstehung als Teufelswerk an.


Im Bereich des Plateaus der Luxemburger Schweiz tritt geologisch der luxemburger Sandstein deutlich sichtbar in Erscheinung. Die Sandsteinablagerungen wurden allmählich mit der Hebung des Rheinischen Schiefergebirges, beginnend vor ca. 20 Millionen Jahren, auf die heutige Höhe von rund 330 m gehoben. Diese Krustenbewegung führte zu tiefen Rissen im Gestein, die als Klüfte weiter ausgewaschen werden. Es handelt sich hier um einen sandigen Sandstein, der in den Schichten des Lias als jüngstes Glied der Sedimentfolge abgelagert wurde. Er entstammt der ehemaligen Strandzone des Liasmeeres, das vor ca. 190 Millionen Jahren hier an der Ardennenschwelle seine Nordgrenze hatte. Er neigt zu bizarren Erosionsformen bis zur Verkarstung. Die Wandverwitterung der Stufe ist oft wabenförmig, weil Kieselsäure als härtetes Bindemittel sich wabenförmig verteilt hat.
