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Auf der Suche nach dem Eisenstein - Die Spuren Kaller Bergleute

Der Eifelort Kall zeigt heute wenig von seiner jahrhunderte alten Geschichte als Bergwerks- und Hüttenort, so sehr hat sich das Ortsbild gewandelt. Es ist schon erforderlich, behutsam auf Spurensuche zu gehen, um überhaupt noch etwas von dieser frühen industriellen Tätigkeit der einheimischen Berg- und Hüttenleute zu finden. Im Ortsbild selbst sind alle Zeugen dieser arbeitsamen und lohnbringenden Tätigkeiten verschwunden. Was der zweite Weltkrieg nicht in Grund und Boden gesprengt hat, fiel in einer Zeit, in der überlieferte Werte keinen hohen Stellenwert besaßen, der Bauwut zum Opfer. So wurden einmalige montanhistorische Baudenkmäler niedergerissen und die verbliebenen Brachen einer anderen Nutzung zugeführt. Es verschwanden für unsere Region wichtige Kulturdenkmäler wie das Beust-Stollen-Mundlochgebäude, das Haak-Stollen-Mundloch und der Hüttengraben, um nur einige zu nennen.

Der Zentralort der Flächengemeinde Kall.
Über Jahrhunderte ein Standort des Bergbaus und der Eisen- und Bleihüttenindustrie.
Heute zeigt das Ortsbild wenig von dieser Montangeschichte, die den Vorfahren Lohn und Brot gab
.
(Foto Nikolaus Kley)

Nur noch wenige Straßen- und Flurnamen sowie unzählige Erzgruben in der Umgebung aus dem Spätmittelalter bis in die Zeit des 19. Jahrhunderts deuten darauf hin, dass Kall einmal ein bedeutendes Eisen- und Bleiverhüttungszentrum der Eifel war. Diese Schrift möchte dazu beitragen, dass das Wissen um die Ursprünge dieser industriellen Tätigkeiten dieser Eifelgemeinde nicht gänzlich verloren geht. Viele Urkunden sind in den Wirren der Zeit vernichtet oder abhanden gekommen. Es war unsere Aufgabe, die noch versprenkelt vorhandenen Quellen, alte wie neue, zusammenzufassen und als Konzentrat herauszugeben.

Beitrag von Nikolaus Kley
Zur Montangeschichte von Kall