
Der Leilenkopf
Der Leilenkof liegt NE von Niederlützingen. Er ist gekennzeichnet durch zwei, von einer Ruhepause getrennten, Ausbruchsphasen.
Bei der ersten Eruptionsphase, vor ca. 405.000 +/- 20.000 Jahren wurden Lapilli-Tuffe, wahrscheinlich aus mehreren Ausbruchsstellen, gefördert. Dieses stark verfestigte Ausbruchsmaterial wurde in Niederlützingen und Brohl als Baumaterial verwendet.
Nach der ersten vulkanischen Tätigkeit folgte eine Ruhepause von ca. 180.000 Jahren. In der flachen Kratermulde trat ein lebhaftes Ausströmen von Gasen und Dämpfen, eine sogenannte Fumarolentätigkeit, ein. Dadurch wurden die oberen Vulkanschlacken gebleicht bzw. rot und gelb gefärbt. Im weiteren wurde in die Kratermulde vulkanischer Staub, Sand und Löß eingetragen. Diese Ablagerungen wurden durch Gefrieren und Wiederauftauen durchmischt Diesen Vorgang nennt man auch Kryoturbation.
Nach dieser Ruhepause von ca. 180.000 Jahren geschah eine zweite vulkanische Tätigkeit. Der Vulkan förderte Aschen und Lapilli-Tuffe. Auch jetzt bildete sich wieder eine Kratermulde die mit Löß, in dem Wehrer Bims und basaltische Aschen enthalten waren, abgedeckt wurde. Diese Ablagerungen wurden wieder durch Gefrieren und Wiederauftauen durchmischt.
Einstmals erhob sich
der Vulkankegel 30 - 35 m über die Hochfläche
hinaus. Durch den Tuffabbau der letzten Jahrzehnet ist nur noch eine ausgehöhlte
Vulkanruine übrig geblieben.

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