
Tiefenstein
Vor etwa 300.000 Jahren wurden die Ablagerungen des Riedener Vulkans im einstigen oberen Wirrbachtal von Basaltmagma durchbrochen. Dieses Basaltmagma baute den Tiefenstein und den Meirother Kopf auf.

Literatur:
v. DECHEN,H. V. (1864):
Geognostischer Führer zu dem Laacher-See und seiner vulkanischen Umgebung.
Bonn (Cohen).
FRECHEN, J. et
al. (1967): Die Vulkanische Eifel.- 140S. Geologische Reihe, Stollfuss, Bonn
FRECHEN, J. (1962) Führer zu vulkanologisch-petrographischen Exkursionen
im Siebengebierge, Laachewr Vulkangebiet und Maargebiet der Westeifel.
Stuttgart (Schweizerbart).
HOPMANN, M. (1954): Die
wissenschaftliche Erforschung des Laacher Vulkangebietes. - Geologisches
Jahrbuch 69; Hannover
MEYER,W. (1986): Geologie der Eifel.- 1./2.Auflage, 615S. Bornträger,
Stuttgart
MEYER, W. (1992):
Das Vulkangebiet des Laacher Sees. Rhein. Landschaften 9, 5.Aufl., 31 S.
SCHMINCKE, H.-U.
(1988) Vulkane im Laacher See-Gebiet. Bode Verlag, Haltern, 119
S.
SCHMINCKE, H.-U.
(1996) Vulkanismus im Laacher See Gebiet. Pluto Press Ascheberg, 60 S.

Naturschutzgebiet "Meirother Kopf und Tiefenstein"
Das Naturschutzgebiet "Meirother Kopf und Tiefenstein" wurde per Rechtsverordnung der Bezirksregierung Koblenz vom 8. September 1986 unter Schutz gestellt. Am gleich Tag traten die Rechtsverordnung über das einstweilig sichergestellte Naturschutzgebiet "Meirother Kopf und Tiefenstein" vom 19. Januar 1984 und die Rechtsverordnung zur Änderung der Verordnung zur einstweiligen Sicherstellung des Naturschutzgebietes "Meirother Kopf und Tiefenstein" vom 6. Januar 1986 außer Kraft. Das 98 Hektar große Naturschutzgebiet liegt in der Gemarkung Wehr. Schutzzweck ist die Erhaltung des "Meirother Kopf und Tiefenstein" aus wissenschaftlichen und landeskundlichen Gründen - wegen seiner "geologischen Beschaffenheit" und seiner "landschaftsbestimmenden, besonderen landschaftlichen Schönheit und Eigenart", wie es in der Rechtsverordnung heißt.
Ökologie
Zwischen den nährstoffreichen Schlacken findet sich eine üppige Vegitation. So kann man u.a. das Ausdauernde Silberblatt (Lunaria rediviva) finden.
Das Ausdauernde Silberblatt gehört zur Gattung Silberblätter (Lunaria) in der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Es heißt auch Mondviole und Wildes Silberblatt.
Das Ausdauernde Silberblatt ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 150 cm erreicht. Alle seine Laubblätter sind gestielt und herzförmig. Die 15 bis 20 mm langen Blütenkronblätter sind lila, hellviolett oder weiß und duften stark. Die 5 bis 8 cm langen Schötchen sind länglich-elliptisch bis breit lanzettlich, flach und an beiden Enden zugespitzt. Sie hängen an einem 1 bis 4 cm langen, gebogenen Fruchtträger.

Das
Ausdauernde Silberblatt (Lunaria rediviva)
Foto Archiv GeoMontanus