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Wingertsberg

Der Wingertsberg gehört zu den schönsten und bekanntesten Vulkanaufschlüssen der Eifel. Der Wingertsbergvulkan ist das Ausbruchszentrum der beiden Niedermendiger Basaltlavaströme. Er war ursprünglich 322 m hoch, er wurde inzwischen vollständig abgebaut.


Die Lavaströme des Wingertsbergvulkans

Unter Niedermendig liegen zwei Lavaströme des Wingertsbergvulkans übereinander. Diese sind von einer Bimsablagerung überdeckt. Der Ausdehnung des untere Lavastroms ist drei bis viermal so groß wie die des Oberen. Man nimmt an, dass dieser untere Lavastrom unter Niedermendig mindestens 20 m mächtig ist. Er hat ein Mindestalter von ca. 300.000 Jahren.

Nach einer langen Ruhepause brach der Wingertsbergvulkan erneut aus. Die ausfließende Lava bildete den oberen Niedermendiger Lavastrom. Diese Lava erstarrte in der vorletzten Kaltzeit vor ca. 150.000 bis 200.000 Jahren. Die wegen der starken Entgasung gleichmäßig erstarrte Lava ist ein gesuchter Werkstein. Sie wird in Steinbrüchen und Untertage abgebaut.

Wingertsbergwand 2006 (Archiv GeoMontanus)
Die Wingertsbergwand

Die Wingertsbergwand ist eine bis zu 30 m hohe Wand nördlich des Wingertsberges. Man kann hier anhand mehrerer Tephrasequenzen den gewaltigen Ausbruch des Laacher See Vulkans auf einmalige Art rekonstruieren. Die Tephraablagerungen am Wingertsberg sind typisch für sogenannte Plinianische Eruptionen - explosive Ausbrüche, die grosse Mengen vulkanischer Asche fördern. Bei den Gesteinen in der Wingertsbergwand handelt sich um Ablagerungen aus Glutlawinen und um die Produkte von vulkanischen Ascheregen. Die Tephra ist besonders im unteren Teil reich an grossen Fremdgesteinseinschlüssen, insbesondere an Basalt aber auch an devonischem Grundgebirge. Die Ablagerungen aus Glutlawinen sind unregelmäßig, flaserig geschichtet und zeigen interne Strukturen, die auf einen raschen Transport hindeuten. Man beobachtet starke, rasch wechselnde Korngrößenunterschiede, mit einem allgemeinen Trend zu feineren Korngrößen in den jüngeren Ablagerungen. Die feinen Tufflagen in den höchsten Schichten stellen die noch Tage nach dem Ausbruch herabregnenden Aschepartikel dar.